Influenza – von der Epidemie zur Pandemie

04. September 2008

Prof. Dr. med. G. E. Vogel

Ein Ranking des Robert-Koch-Institutes vom März 2007 führt die Influenza bei der Liste der gefährlichsten meldepflichtigen Infektionserkrankungen an erster Stelle, vor Hepatitis-C und MRSA. Im Epidemiologischen Bulletin vom August 2008 wurden über das vergangene Jahr 14.027! gemeldete Influenzafälle berichtet, neunmal mehr als bei allen anderen Erkrankungen zusammengenommen. 2,7 Millionen Patienten mussten wegen einer Grippe stationär behandelt werden. Von Arnold Monto ist bekannt, dass jede fünfte Influenza zu Komplikationen führt.

Die in über 8 Jahren klinischem Einsatz von antiviralen Neuraminidasehemmern gesammelten Erfahrungen zeigen, dass die gefährliche Virusreplikation in frühem Stadium gestoppt werden kann. Die frühzeitige Erkennung erfolgt mit Hilfe eines in entsprechender Klinik verwandtem Schnelltest. Somit gelingt es, einer zunehmend dringlichen Aufgabe nachzukommen, der Einsparung von Antibiotika.

Für die Zukunft zeigt sich daraus folgende Perspektive: Der Hausarzt alter Prägung ist kein Auslaufmodell, sondern er ist auch aufgrund der neuen Erkenntnisse aus der Influenzaforschung das Modell der Zukunft!

Mehr zum Thema Influenza und Impfung auf www.coliquio.de


Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin; in: Focus 10/2007

Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, Epidemiologisches Bulletin Nr.35, 29.08.2007

Options Control VI- Juni 2007, Toronto